Sonntag, 9. Oktober 2016

i'd rather be high with you

 36,6
ich hätte mich selbst niemals sterben lassen
niemals
es war immer nur ein machtspiel
mein ganzes leben lang
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ich bin so schrecklich traurig. ich weiß nicht, warum. also fange ich an zu schreiben.
in worte fassen, was so sehr wehtut, irgendwann kommt man immer an ein ziel. die traurigkeit schreibt für mich und dann trägt sie einen namen und hat zwei beine und keine augen
und dann steht es vor mir, schwarz auf weiß. die traurigkeit nimmt es nicht davon.
nur sekunden später ist das leben unecht und ich nur eine traumfigur in irgendeinem geschehen. mein blick gräbt sich in die gegenüberliegende wand und alles was ich spüre, ist diese zerreißende traurigkeit. ab ins nirvana.
eine oreo milka schokolade und weitere schlaflose nächte darauf.
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ich hab da diesen freund. momentan herrscht funkstille zwischen uns, weil the supercool girlfriend josi schon wieder angst vor ihm bekommt. don't fucking touch me. und es ist so einfach, seinen freund zu vergessen, wenn er 6000 kilometer und 6 zeitstunden entfernt lebt. ich erinnere mich, wie verliebt ich war, in den sommerferien. but maybe i never felt inlove with you - maybe i felt inlove with my happiness. genauso erinnere ich mich, wie scheiße alles wehtat. (ich überlege, ob ich überdurchschnittlich viele schimpfwörter benutze und finde keine antwort auf diese frage. deswegen kreuze ich die 1 an). und dann bin ich zurück in deutschland und hier klebt die angst an den wänden und in diesem bett bin ich mindestens viermal gestorben und wieder aufgewacht und in meinem tagebuch schreibe ich über ganz andere liebe.
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manche dinge ändern sich nie, und was wenn sich nie etwas ändert außer den blättern an meinem kalender, fragte ich mich am 04.12.2015,
letztendlich ist alles nur verdrängung aber nie vergessen
13:28 uhr // ich will jemanden ganz anders lieben dürfen 
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vor mir liegt andré derains "im hyde park". das papier ist glatt. ich schicke die nachricht über whatsapp, aber er hat sein handy aus. ich denke an nichts mehr. zwischen den zeilen steht etwas von hoffnung, aber ich habe keine hoffnung auf ein "wir" mehr, ich will sie gar nicht haben. und es fühlt sich einfach nur gut an. 

Kommentare:

  1. "und was wenn sich nie etwas ändert außer den blättern an meinem kalender" schrecklich schöner und zugleich trauriger Gedanke, liebe Josi.

    Aber bezüglich deines Problems mit der Liebe und deinem Freund. Ich glaube, dass es ganz normal ist, dass man irgendwann mal zweifelt, ob das alles richtig ist, so wie es ist. Ob man den anderen liebt oder eben wirklich nur den Gedanken. Und ich glaube, es ist in Ordnung, wenn man sich nicht entscheiden kann. Aber dafür ist es umso wichtiger, dass man redet. Nicht alles verschweigen und in sich hineinfressen, sondern mit jemanden (vorzugsweise mit deinem Freund selbst) darüber reden. Denn es ist nicht schlimm, wenn man zweifelt oder sich unsicher ist oder Angst hat. Es wird nur noch schlimmer, wenn man alles in sich hineinfrisst und das alles zu sehr überdenkt. Die vielen Gedanken machen so Vieles kaputt. Man redet sich Dinge (meist nur Negatives) ein und trifft letztendlich ein Entscheidung, die ganz und gar die Falsche ist.

    Aber ich bin mir sicher, dass du das schaffst und eine richtige Entscheidung triffst (es gibt übrigens nicht nur einen richtigen Weg), Josi. Du hast bis jetzt doch auch alles gemeistert. Du bist nämlich unglaublich stark und auch klug!

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  2. Fernbeziehungen sind schwer und ich habe Respekt vor allen, die es wirklich durchziehen. Bei mir ging es drei Mal nach hinten los und jedes Mal war am Ende ich die dumme -.- aber ich freu mich, dass es bei dir klappt und Zweifel gehören dazu, es ist normal über den Sinn nachzudenken, zu vermissen, zu vergessen,... man lebt schließlich nicht in der gleich Stadt, nicht am gleichen Kontinent. Wichtig ist für einander da zu sein, trotz der Distanz sein Leben miteinader zu teilen, sich über alles mögliche auszutauschen und trotz der Distanz und der fehlenden Möglichkeiten mal eben auszugehen trotzdem Teil des Lebens des anderen zu sein.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür ;-)
    Abrazos
    María
    PS: ...und wer hat gesagt, dass Liebe einfach und immer verständlich ist...nein, Liebe ist ein Mysterium und das gilt es gemeinsam zu entdecken ; -)

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  3. Fernbeziehungen sind schwer und ich habe Respekt vor allen, die es wirklich durchziehen. Bei mir ging es drei Mal nach hinten los und jedes Mal war am Ende ich die dumme -.- aber ich freu mich, dass es bei dir klappt und Zweifel gehören dazu, es ist normal über den Sinn nachzudenken, zu vermissen, zu vergessen,... man lebt schließlich nicht in der gleich Stadt, nicht am gleichen Kontinent. Wichtig ist für einander da zu sein, trotz der Distanz sein Leben miteinader zu teilen, sich über alles mögliche auszutauschen und trotz der Distanz und der fehlenden Möglichkeiten mal eben auszugehen trotzdem Teil des Lebens des anderen zu sein.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür ;-)
    Abrazos
    María
    PS: ...und wer hat gesagt, dass Liebe einfach und immer verständlich ist...nein, Liebe ist ein Mysterium und das gilt es gemeinsam zu entdecken ; -)

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