Mittwoch, 8. Februar 2017

im freien fall

bitte helft mir kurz, eine entscheidung zu treffen.
ich beschreibe kurz die momentane lage, zähle pros und contras auf und ihr helft mir diese klinikscheiße zu entscheiden.

ich hatte ja echt die hoffnung, das hinter mir zu haben, aber nun gut.
ich wiege nicht mehr 36 kilo und frage mich gerade, wieso zum fick hab ich eigentlich überhaupt angefangen zu essen, wenn jetzt alles umsonst war??? aber gut. egal.
momentan sieht es so aus.
ich kann keine verantwortung für mich übernehmen, wenn man sich nicht um mich kümmert, tue ich es auch nicht. im alltagsstress hat man nicht die zeit, sich so intensiv um mich zu kümmern, wie ich es nötig hätte. ich habe auch keine worte, auszudrücken, was ich will und könnte es vor mir selbst nicht verantworten, verantwortung zu übernehmen. (lol)
meiner mama geht es zurzeit durch private gründe auch wirklich nicht gut, im gegensatz zu mir ist sie aber stark und kümmert sich trotzdem noch wo sie kann, geht zur arbeit, schmeißt den haushalt und so weiter. sie hat nicht die kraft und die zeit, sich um mich zu kümmern.
ich bin momentan leider wieder an einem punkt, wo ich komplett jeden bezug zu mir verloren habe. alles ist sinnlos, ich sehe keine zukunft, keinen ausweg, erlaube mir nicht zu trinken, esse bis mir schlecht ist, schnippel am körper rum, laufe vor autos, blabla.
ich kann nicht in die schule gehen. es funktioniert nicht mehr. überragende fehlstunden. keine konzentration, keine energie. ständig breche ich irgendwo zusammen, weil das leben sich viel zu anstrengend anfühlt es meistern zu können.
ich gebe ganz offen zu, nicht stark zu sein. absolut überhaupt nicht. ich esse vielleicht, nehme tonnen zu, aber das macht nichts besser, es füttert nur meinen selbsthass.

ich will ungerne in eine klinik. erstens habe ich angst vor neuen dingen, neuen menschen etc. ich denke, man kann sich daran gewöhnen. ich müsste die stufe wiederholen, neue lehrer, neue menschen, noch ein weiteres jahr in der schule hocken. okay. dann ist das vielleicht so.
aber das schlimmste ist, dass ich meine therapie pausieren müsste. meine mutter ist ganz doll wütend und enttäuscht, weil sie der meinung ist, dass frau dr. T. alles nur noch viel schlimmer gemacht hat und sie will unbedingt, dass ich die therapie abbreche und stationär gehe und danach eine andere therapeutin suche.
ich hänge ganz unglaublich an frau dr. T., habt ihr ja mitbekommen. und ja, ich hänge ein bisschen zu sehr an ihr. aber das hat seine gründe. und ich kann mir einfach nicht vorstellen, wochen oder monate ohne frau dr. T. zu sein, ich will mir das einfach nicht vorstellen.
ich weiß einfach gar nicht überhaupt nicht was ich tun soll.
hier zuhause geht alles den bach runter (ja auch nicht erst seit gestern), man kann mich nicht tragen, aber ich weiß nicht, ich weiß einfach nicht ob ich das kann, in eine klinik gehen.
ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, kann mir bitte jemand helfen, ich weiß nicht weiter verdammte scheiße. :(

Kommentare:

  1. I'm voting for Klinik. As always, lol.
    Du kriegst jetzt schon so lange kaum einen Fuß auf die Erde, ambulante Therapie reicht einfach nicht und das schon seit Jahren. Du fällst, dann ziehst du dich irgendwie wieder hoch, dann fällst du wieder... Hallo, Instabilität. So wird das nix, Josi. Wenn Schule eh nicht klappt, dann kannst du genauso gut in eine Klinik gehen. Essen ist leider nur der erste Schritt. Und dann?
    Deine Therapeutin läuft dir nicht weg. Strenggenommen hast du dann sogar länger was von ihr, weil ihr während der Klinikzeit Stunden spart. Und bestimmt kannst du auch von einer Klinik aus mal mit ihr telefonieren. Btw, du bist fast 17, du darfst dir durchaus selbst aussuchen, zu welcher Therapeutin du gehst. Du könntest sogar eine Therapie machen, ohne dass deine Eltern davon wissen.
    Gib nicht auf.

    AntwortenLöschen
  2. Ich sehe da jetzt ehrlich gesagt, viele Gründe dafür und nicht so viele Gründe dagegen, weil du wirst auch in der Klinik liebe Menschen finden; du wiederholst das Schuljahr nicht wirklich, wenn du nie anwesend warst, und aus eigener Erfahrung, kann es auch positiv sein, neue Menschen kennenzulernen, du veränderst dich durch die Klinikzeit ja auch; die ambulante Therapie darfst du danach fortführen und, wenn du alles in der Klinik doof findest, darfst du auch wieder gehen (solange du keine Gefahr für dich darstellst, nehme ich an).
    Alles Liebe!

    AntwortenLöschen
  3. Ich würde dir auch zur Klinik raten. Ich meine, ich kann nur sagen, was meiner Erfahrung nach das Beste wäre und nicht was wirklich das Beste ist. Aber es gibt so viele gute Kliniken in Deutschland, auch solche, die sich gar nicht nach Krankenhaus anfühlen :)und es ist sicher gut, wenn du von Menschen umgeben bist, die wirklich nur für dich da sind und sich um dich kümmern und schauen, dass du alles bekommst, was du brauchst. Und wenn du mal ein bisschen Abstand von deinem Leben zu Hause bekommst, (das war zu mindest meine Erfahrung)kannst du dich ohne Ablenkung aus Gesundwerden konzentrieren.
    Ich wünsche dir alles alles Gute und dass du die Entscheidung triffst, die für dich am besten ist.

    AntwortenLöschen
  4. Die Alternative zur Klinik ist, dass alles nur noch schlimmer wird. Alles! Und deine Therapeutin kannst du danach wieder haben, das entscheidest ja zum Glück du und nicht deine Mutter. Steh dazu. Du übernimmst in dem Moment ein bisschen Verantwortung, in dem du sagst, dass du bei ihr bleiben möchtest. Also verschwende die Stunden bei ihr nicht und gehe in die Klinik. Der Rest ist die Angst vor der Angst und lässt sich überwinden (also das mit den neuen Menschen und so)
    :)

    AntwortenLöschen
  5. klinik !aus gründen, die schon vielfach genannt wurden. vieleicht ist eine frau dr t. absinenz auch ganz gut, um mal zu reflektieren, in wie weit dass noch gesund ist, deine beziehung zu ihr. (soll kein vorwurf sein, ehrlich) u know

    AntwortenLöschen