Montag, 4. September 2017

du fällst so schnell

es ist egal, wie sehr ich sterbe, genug gestorben bin ich nie. mein schmerz ist nicht greifbar, scheine ihn nicht in worten ausdrücken zu können, auch nicht in taten.
ich tue so weh! sage ich und zeige ich.
ich weiß, ich weiß doch! sagen sie.
aber niemand scheint es wirklich zu wissen. es fühlt sich nicht so an. auch wenn so viele voller so viel mitfühlen sind. ich tue mehr weh, als ich je beschreiben könnte. als ich je schneiden könnte. als ich je sterben könnte.
ich will, dass sie alle meinen schmerz sehen.
ich will so tief schneiden, so viel trinken, so viel tabletten schlucken und hungern und sterben sterben fast sterben, bis sie ihn sehen, bis sie ihn fühlen.
zwangsgedanken. du musst du musst du musst musst musst!
nachts liege ich wach und atme die decke an.
es bringt mir nichts. es bringt mir nichts. nichts wäre genug. nur verlorene zeit. selbst wenn ich mich jetzt schneiden würde, würde ich heulen solange ich nicht auf die notaufnahme komme und wie lange soll das schon reichen. beim nächsten mal nicht mehr. beim nächsten mal reichen nicht nur äußere stiche. ich will innere. ich will mir den arm amputieren. ich will nicht mehr atmen können vor schmerz. ich will unendlichen schmerz.
ich will, dass sie alle sehen, wie unfassbar weh ich tue. wie viel schmerz in mir drin ist, so so viel schmerz.

1 Kommentar:

  1. Joosi,
    Ich fühle deinen Schmerz, weil ich ihn kenne.
    Vielleicht nicht genau denselben, aber dennoch unsagbaren, nicht erklärbaren, allumfassenden Schmerz.
    Und wenn ich könnte, würde ich dir beim Fühlen helfen, dir etwas abnehmen.
    Niemand sollte solch einen Schmerz fühlen müssen. Niemand.

    Ich denke an dich, knuddel dich und bin immer für dich da 💕

    Amissa/S ♥

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